Biografie
Kaltan ist ein weiteres Zentrum religiöser Verfolgung friedlicher Gläubiger geworden. Anfang Mai 2021 fanden bei örtlichen Bewohnern Hausdurchsuchungen statt, an denen OMON, Mitarbeiter des FSB und des Zentrums zur Bekämpfung von Extremismus beteiligt waren. Witali Syrych wurde zur Vernehmung 250 km von seinem Zuhause entfernt gebracht, ins Polizeigewahrsam eingeliefert und anschließend unter Hausarrest gestellt.
Witali wurde 1971 in Nowokuznezk (Oblast Kemerowo) geboren. Er hat einen jüngeren Bruder. Der Vater war Bergmann, die Mutter arbeitete in einer Möbelfabrik. Die Eltern leben bereits seit Langem nicht mehr. Als Kind begeisterte sich Witali für Sport, besonders für Fußball.
Nach dem Schulabschluss besuchte Witali eine Fachschule und erlernte den Beruf des unterirdischen Elektromechanikers. Später arbeitete er im Bergbau.
1990 heiratete Witali Nadeschda, mit der er zwei Kinder bekam. Nadeschda arbeitet als Friseurin. Das Ehepaar verbringt gerne gemeinsame Zeit zu Hause. 2008 zogen sie nach Kaltan.
Die Bibel gab Witali Hoffnung auf die Auferstehung Verstorbener und ein ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde. Er war zudem beeindruckt davon, dass Gott einen eigenen Namen hat, und auch das positive Verhalten seiner Ehefrau, das sich durch biblische Grundsätze und Werte zum Besseren wandelte, blieb ihm nicht verborgen. All das veranlasste ihn 1997 ebenfalls, Christ zu werden.
Die Strafverfolgung versetzte die Familie in starken Stress. Witalis Gesundheitszustand verschlechterte sich, er musste seine Arbeitsstelle aufgeben. Die Angehörigen sind empört über die ungerechtfertigte Strafverfolgung dieses friedlichen Menschen.
