NAME: Pogrebnyak Yegor Aleksandrovich
Geburtsdatum: 6. Mai 1995
Aktueller Stand in der Strafsache: Angeklagter
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (2), 282.3 (1)
In Gewahrsam genommen: 2 Tage in der vorläufigen Haftanstalt, 141 Tage Unter Hausarrest
Derzeitige Einschränkungen: Verbot bestimmter Handlungen

Biographie

Im Alter von 27 Jahren geriet Jegor Pogrebnjak in politische Gefangenschaft. Für den Gläubigen führten Bibelgespräche mit Freunden zur Entlassung aus der Arbeit, zur Sperrung von Konten und zum Hausarrest.

Yegor wurde im Mai 1995 in Wladiwostok geboren. Seitdem lebt er in dieser Stadt. Er hat eine ältere Schwester. Sein Vater arbeitet als leitender Mechaniker in der Handelsflotte und seine Mutter ist Hausfrau. Yegor liebt Fußball seit seiner Kindheit.

Nach seinem Abschluss am Institut für Angewandte Informationstechnologie bekam Yegor eine Stelle im Finanzamt, wo er als IT-Spezialist arbeitete. In seiner Freizeit spielte er regelmäßig Fußball und Volleyball mit Freunden.

Yegor fragte sich oft, warum es so viel Ungerechtigkeit gibt und warum die Menschen keinen Frieden erreichen können. Antworten auf diese Fragen fand er in der Bibel. Yegor war beeindruckt von der Art und Weise, wie die Bibel das Weltgeschehen erklärt, und beschloss, ein Zeuge Jehovas zu werden.

Jegors Vater versteht nicht, warum sein Sohn wegen Extremismus angeklagt wird, obwohl er seine Überzeugungen nicht teilt.

Fallbeispiel

Nach den Hausdurchsuchungen und Festnahmen in Wladiwostok im März 2023 wurde Jegor Pogrebnjak unter Hausarrest gestellt, Jurij Bytsche und Sergej Nowossjolow kamen ins Untersuchungsgefängnis. Wenig später wurden auch Tatjana Kasakowa, Marina Roslowa, Anastassija Dyldina, Jelena Romanowa, Tatjana Maz (das Verfahren wurde abgetrennt) und Alina Tkatschenko (das Verfahren eingestellt) zu Beschuldigten in dem Strafverfahren wegen Extremismus erhoben. Im Dezember fanden erneut Hausdurchsuchungen statt, nach denen Kirill Tschekolaew festgenommen wurde. Er verbrachte etwa 5 Monate im Untersuchungsgefängnis, Nowossjolow und Bytsche fast ein Jahr. Alle drei wurden unter Einschränkung bestimmter Handlungen freigelassen. Im April 2025 wurde Anklage gegen Anatoli Baranow und Kirill Krymski erhoben. Ihnen sowie Dyldina und Pogrebnjak wurde zusätzlich die Finanzierung extremistischer Aktivitäten zur Last gelegt. Im Juni kam das Verfahren vor Gericht.
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