Biographie
"Im Laufe der Jahre hat mich der Glaube an Gott nur zu einem besseren Menschen gemacht: Er hat mir beigebracht, mit den Menschen um mich herum auszukommen und Gutes für Menschen zu tun, die Hilfe brauchen", sagt Galina Novikova, die wegen ihres Glaubens strafrechtlich verfolgt wurde.
Galina wurde im März 1966 in der Stanitsa Berezanskaya im Gebiet Krasnodar geboren. Als sie drei Jahre alt war, verließ ihr Vater die Familie, und ihre Mutter zog sie allein groß. Vor ihrer Pensionierung arbeitete Galina als Stuckateurin und Malerin. Als Mädchen genoss sie Kunsthandwerk – Stricken, Sticken und Nähen; Sie spielte außerdem Volleyball und liebte das Eislaufen im Winter.
Nach ihrem medizinischen Abschluss arbeitete Galina 30 Jahre als Ingriffskrankenschwester. Für ihre gewissenhafte Arbeit erhielt sie mehrere Verdiensturkunden. Sie ist jetzt im Ruhestand, führt den Haushalt und kümmert sich um ihre Mutter, die eine Gruppe-II-Behinderung hat.
Im November 1994 machte Galina durch eine Kollegin Berührung mit den biblischen Lehren. "Ich habe zugehört, was sie sagte, und es hat mein Herz berührt", erinnert sich Galina. Sie war besonders beeindruckt von Diskussionen über biblische moralische Prinzipien. Dies veranlasste sie, ihre Beziehung zu ihrem zukünftigen Ehemann zu formalisieren, und im Dezember 1994 registrierten sie ihre Ehe. Zu dieser Zeit lebte das Paar in Chabarowsk. Im September 1995 wurde Galina als eine der Zeuginnen Jehovas getauft.
Aus der Ehe wurden zwei Kinder – ein Sohn und eine Tochter – geboren. Später zog die Familie ins Krasnodar-Territorium, um näher bei Galinas Mutter zu sein. In dieser Zeit hatte ihr Ehemann Arbeitsschwierigkeiten und kehrte nach Chabarowsk zurück. Galina wollte die Kinder in einer Atmosphäre der Freundlichkeit und des Respekts gegenüber anderen großziehen. Sie sind jetzt erwachsen und haben eigene Familien.
Im Jahr 2022 durchsuchten Polizeibeamte das Haus, in dem Galina mit ihrer Mutter lebte. Der Stress dessen, was passiert war, wirkte sich besonders stark auf die Gesundheit ihrer Mutter aus: Lange Zeit hatte sie Angst, ins Haus zu gehen, und versuchte, so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen. Im April 2026 wurde Galina auf die Rosfinmonitoring-Liste aufgenommen und ihre Bankkonten wurden gesperrt. Ihre Verwandten reagierten verwirrt auf die gegen sie erhobenen Vorwürfe.
