Biographie
Der friedliche Gläubige Aleksandr Kostyuk geriet unerwartet in einen Strafprozess wegen seines Glaubens – im Juli 2023 kamen Strafverfolgungsbeamte mit einer Suche zu ihm.
Aleksandr wurde im Oktober 1972 in Potsdam (Deutschland) geboren. Er hat eine jüngere Schwester. Als der Junge fünf Jahre alt war, zog seine Familie nach Tver. Aleksandrs Eltern sind Rentner. Sein Vater war an der Liquidation des Unfalls im Kernkraftwerk Tschernobyl beteiligt und ist eine behinderte Person der II-Gruppe.
Als Kind mochte Aleksandr Ringen und Sport und liebte auch das Angeln. Nach der Schule absolvierte er eine technische Schule, wo er sich als Mechaniker für Wartung und Reparatur von Autos spezialisierte. Nach seinem Abschluss diente er einige Zeit unter Vertrag in der Marine im Schwarzen Meer. Später arbeitete Aleksandr im Bereich der Inneneinrichtung, und in den letzten fünf Jahren vor der Strafverfolgung arbeitete er als Desinfektionstechniker.
Aleksandr traf Zeugen Jehovas während seines Militärdienstes und setzte sein Bibelstudium fort, als er nach Hause zurückkehrte. Er war beeindruckt davon, dass Gläubige nach biblischen Prinzipien leben und anderen Liebe zeigen. Im April 1994 wurde er Christ, und später schloss sich ihm seine Schwester an.
Im selben Jahr lernte Aleksandr seine Frau Alevtina kennen, und drei Jahre später heirateten sie. Alevtina ist seit ihrer Kindheit mit biblischen Lehren vertraut und entschied sich, wie Aleksandr, 1994, Christin zu werden. Sie mochte besonders Gottes Bestimmung für die Erde. Alevtina arbeitet als freiberufliche Angestellte in einem Bauunternehmen. Sie liebt es zu stricken, Blumen zu pflanzen und zu gärtnern. Ehepartner gehen gerne gemeinsam in die Natur, übernachten und sitzen am Feuer.
Aleksander und Alevtina haben drei erwachsene Kinder. Die älteren Söhne arbeiten als Meister der Fertigstellung, und die jüngere Tochter ist Hundefriseurin. Die Söhne haben bereits eigene Familien.
Die strafrechtliche Verfolgung hat den Gläubigen zusätzliche Schwierigkeiten bereitet. Aleksandrs Bankkonten und Karten wurden gesperrt. Seine Eltern, die nicht die religiösen Ansichten ihres Sohnes teilen, sind empört über das ungerechte Urteil. Aleksandrs Verwandte und Freunde sorgen sich um ihn und unterstützen ihn in jeder erdenklichen Hinsicht.
