Biographie
Roman Chorikow, ein friedlicher Einwohner von Surgut, wurde gemeinsam mit seinem Vater, Juri, zum Beschuldigten in einem Strafverfahren wegen seines Glaubens. Ermittlungsbeamte stuften die Überzeugungen des Mannes als Extremismus ein und erhoben 2023 Anklage gegen ihn nach einer Strafrechtsnorm.
Roman wurde im Juni 1988 in Surgut geboren. In seiner Kindheit begeisterte er sich für Luftfahrt, baute Modelle aus Karton, Plastik und anderen Materialien, und spielte gerne Fußball. Er hat eine jüngere Schwester.
Nach der Schule absolvierte Roman das Surguter Öl-Technikum und erwarb dort den Abschluss als Kfz-Mechaniker. Er arbeitete als Verkaufmanager für Ersatzteile von Spezialtechnik, als Mechaniker und zuletzt als Motorenbauer.
Seine Eltern vermittelten Roman seit frühester Kindheit die Liebe zu Gott und biblischen Werten. Am Beispiel der Zeugen Jehovas erkannte er, was wahre Liebe, Freundschaft und aufrichtiges Miteinander bedeuten. 2009 schlug Roman den christlichen Weg ein. Seine friedliebenden Überzeugungen erlaubten ihm nicht, Waffen in die Hand zu nehmen oder eine militärische Ausbildung zu absolvieren, deshalb absolvierte er den Ersatzdienst in der Republik Chakassien.
2020 heiratete Roman Filija. Sie teilt seine Lebenseinstellung. Filija arbeitet als Grafikdesignerin und stellt Schmuck her. Das Ehepaar spielt gerne gemeinsam Tischtennis, reist und verbringt Zeit in der Natur. Roman ist weiterhin von der Luftfahrt fasziniert: Er baut maßstabsgetreue Flugzeugmodelle, fliegt gelegentlich im Aeroclub und besitzt einen Flugschein für Ultraleichtflugzeuge. Außerdem sammelt er Münzen und spielt Gitarre.
Roman berichtete: „Etwa 3 Jahre vor der Anklage lebte ich unter Stress und nervlicher Anspannung, weil ich wusste, dass mein Name im Strafverfahren vorkommt. Im ständigen Erwartung einer Hausdurchsuchung fühlte ich mich in meinem eigenen Zuhause nicht sicher.“ Durch den Stress entwickelten sich beim Gläubigen schwerwiegende immunbedingte Erkrankungen sowie Schlaflosigkeit.
Die Angehörigen der Chorikows können bis heute kaum fassen, dass man friedliche Menschen des Extremismus bezichtigen kann.
