NAME: Gorev Aleksandr Vasiliyevich
Geburtsdatum: 2. Februar 1962
Aktueller Stand in der Strafsache: Angeklagter
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (1)
In Gewahrsam genommen: 2 Tage in der vorläufigen Haftanstalt, 113 Tage in der Untersuchungshaftanstalt, 56 Tage Unter Hausarrest
Derzeitige Einschränkungen: Hausarrest

Biographie

Aleksandr Górev wurde 1962 in der Siedlung Mayna (Khakassia) geboren. Er wuchs in einer großen Familie auf: Er hat einen älteren Bruder und eine ältere Schwester, und eine weitere ältere Schwester starb im Säuglingsalter. Aleksandrs Eltern überlebten den Krieg und die schwierigen Nachkriegsjahre. Sie arbeiteten hart und lehrten ihre Kinder, harte Arbeit zu respektieren.

Im Laufe seines Lebens zog Aleksandr häufig um, doch Mayna blieb der Ort, zu dem er immer zurückkehrte. Hier verbrachte er seine Schuljahre. Im Alter von sieben Jahren entwickelte er eine Liebe zum Sport – Hockey und Fußball –, die ihn sein ganzes Leben lang begleitet hat. Nach dem Schulabschluss absolvierte Aleksandr die Ausbildung zum Elektroschweißer und begann 1979 am Wasserkraftwerk Sayano-Schuschenskaja zu arbeiten. Später wurde er in die Armee eingezogen und nach seinem Dienst dem Kraftwerk des Staatlichen Bezirks Berezowskaja im Gebiet Krasnojarsk zugeteilt. Dort arbeitete er als Schweißer und trainierte außerdem Kinderhockeymannschaften.

Ende der 1980er Jahre kehrte er erneut nach Mayna zurück, zunächst arbeitete er in einer Aluminiumfabrik und wurde später Ranger in einem Nationalpark. Aleksandr ist seit 2017 im Ruhestand.

Das Jahr 1994 war für Aleksandr besonders schwierig: Innerhalb weniger Monate verlor er mehrere enge Verwandte, darunter beide Eltern. Diese Ereignisse brachten ihn zum Nachdenken über den Sinn des Lebens und darüber, was nach dem Tod geschieht. In dieser Zeit betete er zum ersten Mal zu Gott. Kurz darauf gab ihm ein Bekannter eine Bibel und zeigte ihm Antworten auf seine Fragen in deren Seiten. Aleksandr erinnert sich: "Im ersten Monat las ich die Bibel gierig, und wenn jemand fragte, wie es mir ging, sagte ich: 'Ich habe an Gott geglaubt! Sein Name ist Jehova!'" Er wurde im April 1996 getauft.

Aleksandr heiratete 1998. Über seine Frau Marina sagt er: "Sie ist fleißig und fürsorglich. Sie wollte immer ein warmes Zuhause schaffen. Der Hof und der Garten waren immer ordentlich und schön." Das Paar zog zwei Töchter und einen Sohn groß und hat nun vier Enkelkinder. Die Familie verbringt gerne Zeit im Freien, wandert und unternimmt Ausflüge in die Berge.

Aleksandr bleibt energisch und engagiert im Gemeinschaftsleben. Im Jahr 2025 unterstützte die Mayna-Regierung seine Initiative, einen Sportbereich in der Nähe seines Wohnorts zu errichten – Hockey und Eislaufen im Winter, Football, Volleyball und Basketball im Sommer. Aleksandr selbst spielt noch immer Eishockey und ist zusammen mit seinem älteren Bruder Mitglied des Veteranenclubs "Generation 60+".

Verwandte, darunter auch solche, die Aleksandrs religiösen Überzeugungen nicht teilen, sind tief beunruhigt über die gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Anklagen. Nachbarn, die ihn gut kennen, halten die Vorwürfe des Extremismus für absurd und sagen, er sei der Typ Mensch, der "keiner Fliege etwas antun würde".

Fallbeispiel

Im September 2025 wurden in den Wohnungen von etwa 25 Familien der Zeugen Jehovas in mehreren Ortschaften von Khakassia Durchsuchungen und Hausinspektionen durchgeführt. Ein Strafverfahren unter einem extremistischen Artikel wurde gegen Viktor Timoschtschenko, Aleksandr Gorev und Jewgeni Bagin eröffnet. Die Männer wurden zum Untersuchungsausschuss in Abakan gebracht, wo sie festgehalten und später in ein Untersuchungshaft (SIZO) gebracht wurden. Nach 3,5 Monaten wurden die Gläubigen unter Hausarrest versetzt. Nach neuen Durchsuchungen und Festnahmen im Januar 2026 wurden drei weitere Männer – Oleg Schukow, Wjatscheslaw Sharow und Alexey Gorokhov – in SIZO gebracht.
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