NAME: Burik Vitaliy Anatoliyevich
Geburtsdatum: 7. Oktober 1971
Aktueller Stand in der Strafsache: Verurteilte Person
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (1)
In Gewahrsam genommen: 2 Tage in der vorläufigen Haftanstalt, 1 Tag in der Untersuchungshaftanstalt, 502 Tage Unter Hausarrest
Derzeitige Einschränkungen: Haftanstalt
Satz: Gefängnis für eine Haftstrafe von 6 Jahren in einer Strafkolonie des allgemeinen Regimes

Biographie

Vitaliy Burik wurde im Oktober 1971 in der Stadt Svatovo (Ukraine) geboren. Er hat zwei jüngere Schwestern und einen Bruder. Ihre Eltern ließen sich scheiden, als Vitaliy noch klein war. Seine Mutter ist inzwischen im Ruhestand und arbeitete zuvor als Fotografin, Gebärdensprachdolmetscherin und Lkw-Fahrerin. Als der junge Mann auf der Oberschule war, zog seine Familie nach Kerch.

Als Kind mochte Vitaliy Hockey und liebte Skifahren und Schlittschuhlaufen. Seine Mutter brachte dem Jungen das Arbeiten bei: Er half im Garten und bei der Hausarbeit. In der High School spielte der junge Mann Bassgitarre in einem Ensemble. Vitaliy absolvierte eine technische Schule mit einem Abschluss als Bergbautechniker. Nach seinem Abschluss trat er in die Armee ein und diente dort als Musiker in einer Militärkapelle. Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Elektriker, war in Wohnungsreparaturen und anderen Bauarbeiten tätig und arbeitet seit 2008 als Pumpenbediener in einem Wärmekraftwerk.

Vitaliys Großmutter war die erste in der Familie, die begann, mit Zeugen Jehovas die Bibel zu studieren. Dank Bibelwissen verbesserte sich ihr Leben, und diese Veränderung beeindruckte den jungen Mann. Auch er begann, die Bibel zu studieren. Er war beeindruckt davon, dass dieses Buch Antworten auf seine Fragen liefert. Gott wurde für ihn eine reale Person, und das Vaterunser ergab Sinn: Er verstand nun, zu wem und wofür er betete. Er kam auch zu dem Schluss, dass Zeugen Jehovas freundliche und aufrichtige Menschen sind, die Gott und einander lieben. 1994 schloss sich Vitaliy ihnen an.

Bei einer der religiösen Treffen lernte Vitaliy seine zukünftige Frau Galina kennen. Sie heirateten 1997. Galina wuchs in einer Familie von Zeugen Jehovas auf. Das gute Beispiel ihrer Eltern und ihr eigener, sich entwickelter Glaube an Gott veranlassten sie 1988 zur Taufe. Seit ihrer Kindheit schwimmte sie gern und las sehr gern. Sie liebte das Nähen und wurde nach der Schule professionelle Näherin.

Das Paar hat zwei Töchter. Die Älteste ist bereits erwachsen, hat ihre eigene Familie, und die Jüngste ist seit ihrer Geburt erwerbsunfähig. Vor der Geburt boten die Ärzte an, die Schwangerschaft abzubrechen, doch die Ehepartner lehnten diesen Schritt aufgrund ihrer Überzeugungen ab. Die Bibel lehrte sie, das Leben selbst eines ungeborenen Kindes zu schätzen. Die Eltern lieben ihre Tochter sehr und kümmern sich gerne um sie.

Die Familie fährt gerne gemeinsam Fahrrad. Für seine jüngste Tochter baute Vitaliy ein Fahrrad, um ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen. Der Gläubige liebt immer noch Musik, besonders Gitarre und Synthesizer. In letzter Zeit hat sich Vitaliy in das Meeresangeln verliebt. Galina kocht gerne, lädt Freunde ein, reist und verbringt Zeit mit ihrer Familie.

Verwandte, Freunde sowie Bekannte, die nicht Vitaliys religiöse Ansichten teilen, sind erstaunt über die Verfolgung eines Mannes, der stets einen guten Ruf hatte. Da er untersucht wird, kann der Gläubige wie zuvor nicht für seine Liebsten sorgen. Der Stress dessen, was geschah, wirkte sich auf die ganze Familie aus.

Fallbeispiel

Im Oktober 2024 wurde in Kerch ein Strafverfahren gegen einen der Zeugen Jehovas eingeleitet: Vitaliy Burik wurde direkt an seinem Arbeitsplatz festgehalten und zur Durchsuchung nach Hause gebracht. Zu diesem Zeitpunkt war seine minderjährige behinderte Tochter in der Wohnung. Am selben Tag wurde Burik wegen der Organisation der Aktivitäten einer extremistischen Organisation angeklagt und für zwei Tage in ein provisorisches Gefängnis gebracht, woraufhin das Gericht ihn unter Hausarrest stellte. Im Juni 2025 begann das Gericht mit der Prüfung des Falls und verhängte im Februar 2026 eine Strafe: 6 Jahre in einer Strafkolonie.
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