Maßnahmen von Strafverfolgungsbeamten

Hausdurchsuchungen und Festnahmen in Schtscholkowo: Drei Gläubige verhaftet

Gebiet Moskau

Am 18. Juni 2026 führten Ermittlungsbeamte mit der Unterstützung von Polizisten bei zwei Adressen in Schtscholkowo, Moskau Oblast, Hausdurchsuchungen bei Zeugen Jehovas durch. Drei Gläubige – Sergei und Tatjana Wolkow sowie Natalja Krasnobajewa – befinden sich in Arrest.

Beide Hausdurchsuchungen begannen früh am Morgen. Zur Adresse der 50-jährigen Natalja Krasnobajewa kamen fünf bewaffnete und maskierte Beamte und weitere acht in zivil. Die Gläubige war zu diesem Zeitpunkt auf der Arbeit; zu Hause befanden sich ihre Tochter und deren Kleinkind. Als diese das Klingeln hörte und durch den Türspion schaute, richteten die Einsatzkräfte einen Laserstrahl darauf. Danach brachen sie die Tür auf und stürmten hinein, wobei sie ihre Waffen auf die Frau und das Kind richteten. Der Junge rief in Panik „Nicht doch!“ und begann sich zu erbrechen. In der Wohnung wurden Bibeln, eine Festplatte, ein USB-Stick, ein Laptop und ein Telefon beschlagnahmt. Natalja selbst wurde am Abend festgenommen, als sie nach Hause zurückkehrte.

Bei der Familie Wolkow – Sergei und Tatjana, beide 48, ihrer Tochter und dem minderjährigen Sohn – führte eine Gruppe von etwa fünf Mitarbeitern die Hausdurchsuchung durch. Die Ermittlungsbeamten richteten sofort ihre Waffen auf die Anwesenden und forderten sie auf, sich mit den Händen hinter dem Kopf auf den Boden zu legen. Die Durchsuchung der Wohnung und zweier Autos dauerte etwa 2 Stunden; die Beamten erklärten nicht, was genau sie suchten. Die Beamten verboten zu essen, zu trinken oder die Toilette zu benutzen und drohten mit Untersuchungshaft. Nach der Hausdurchsuchung wurde die ganze Familie zur Vernehmung in die Ermittlungsbehörde gebracht. Die Kinder wurden gegen Mitternacht entlassen.

Am 19. Juni 2026 verhängte das Gericht freiheitsentziehende Maßnahmen gegen die festgenommenen Gläubigen: Sergei Wolkow wurde in Untersuchungshaft genommen, seine Frau Tatjana Wolkowa sowie Natalja Krasnobajewa wurden unter Hausarrest gestellt.

Fall Wolkow und andere in Schtschelkowo

Fallbeispiel
Im Juni 2026 führten Ermittlungsbeamte in Schtschelokow Hausdurchsuchungen an zwei Adressen durch und nahmen dabei das Ehepaar Sergei und Tatjana Wolkowa sowie ihre Bekannte Natalja Krasnobajewa fest. Bei der Hausdurchsuchung von Natalja waren nur ihre erwachsene Tochter und deren kleines Kind anwesend, das große Angst vor den bewaffneten Ermittlungsbeamten hatte. Wolkow und Krasnobajewa wurden der Organisation und Teilnahme an Aktivitäten einer verbotenen religiösen Organisation beschuldigt. Sergei wurde ins Untersuchungsgefängnis gebracht, die beiden Frauen kamen unter Hausarrest.
Chronologie

Angeklagte in dem Fall

Zusammenfassung des Falles

Region:
Gebiet Moskau
Siedlung:
Scholkowo
Woran besteht der Verdacht?:
„Er ergriff aktive organisatorische Maßnahmen ... indem er Versammlungen einberief, religiöse Vorträge und Gottesdienste bei diesen Zusammenkünften organisierte ... und Predigttätigkeit ausübte.“ (aus dem Beschluss zur Einleitung des Strafverfahrens)
Aktenzeichen des Strafverfahrens:
12602460012000099
Eingeleitet:
18. Juni 2026
Aktueller Stand des Verfahrens:
Voruntersuchung
Untersuchend:
Ermittlungsabteilung des Ermittlungsausschusses der Russischen Föderation für die Stadt Schjolkowo
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation:
282.2 (1.1), 282.2 (2), 282.2 (1)
Fallbeispiel
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