"Ich wurde als Mitglied einer extremistischen Organisation vorgestellt." Durchsuchung im Haus der Ehefrau des verurteilten Zeugen Zeugen Jehovas in Birobidschan aufgenommen
Jüdisches AutonomiegebietDie FSB-Direktion für die Jüdische Autonome Region verfolgt weiterhin die Familien der Zeugen Jehovas. Am 15. April 2026 wurde im Haus von Marina Shulyarenko eine Durchsuchung durchgeführt. Ihr Ehemann Sergey, ein Gewissensgefangener, sitzt seit Dezember 2022 hinter Gittern.
Wie üblich verließ Marina Shulyarenko früh am Morgen das Haus zur Arbeit. Sie wurde unerwartet von einem FSB-Offizier aufgehalten, der sich als Denis Sergejewitsch Krupetskiy vorstellte. Er zeigte ihr eine gerichtliche Anordnung, die operative Durchsuchungsmaßnahmen an ihrer Wohnadresse genehmigte. Anschließend wurde eine Durchsuchung durchgeführt, bei der Sicherheitskräfte Mobiltelefone, persönliche Notizen, eine Bibel und elektronische Datenspeichergeräte beschlagnahmten.
Marina berichtete: "Ich wurde den Zeugen als Mitglied der extremistischen Organisation der Zeugen Jehovas vorgestellt, deren Ehemann bereits wegen der Organisation ihrer Aktivitäten verurteilt wurde." Marina und Sergey Shulyarenko sind seit September 2023 verheiratet. Ihre Hochzeit fand in der Strafkolonie Nr. 8 in der Amur-Region statt, wo Sergey weiterhin inhaftiert ist.
Laut Marina machte FSB-Beamter Krupetskiy beleidigende Bemerkungen über sie und erklärte, sie könne "sich von ihrem Job verabschieden" und werde "in naher Zukunft im Gefängnis landen." Auch an Marinas Arbeitsplatz wurde eine Durchsuchung durchgeführt, jedoch ohne anwesende Zeugen.
In Birobidschan, einer Stadt mit weniger als 70.000 Einwohnern, wurden bereits mehr als 30 Zeugen Jehovas wegen ihres Glaubens strafrechtlich verfolgt und angeklagt. Unter ihnen sind mindestens sechs verheiratete Paare.



