Maßnahmen von Strafverfolgungsbeamten

In Twer wurden die Häuser von Zeugen Jehovas durchsucht, ein Strafverfahren wegen Glaubens eingeleitet

Gebiet Twer

Am 24. Juli 2023 wurden in Twer drei Häuser von Anwohnern, die die Religion der Zeugen Jehovas praktizieren, durchsucht. Gegen den 40-jährigen Maksim Barbazyuk, den 50-jährigen Aleksandr Kostyuk und den 68-jährigen Walerij Tolmasow wurde ein Strafverfahren wegen Extremismus eingeleitet.

Die Ordnungshüter begannen die Razzia um 6 Uhr morgens. Bei den Durchsuchungen wurden elektronische Geräte beschlagnahmt. Nach Ansicht der Gläubigen verhielten sich die Ordnungshüter angemessen.

Gegen 15 Uhr wurden die drei Männer zum Verhör in die Ermittlungsabteilung des Ermittlungskomitees für die Region Twer gebracht, wo ihnen mitgeteilt wurde, dass am 29. Juni 2023 ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet worden sei. Der Ermittler Maksim Prusakov befragte die Gläubigen zu ihren religiösen Ansichten. Die Verhöre dauerten bis 23 Uhr.

In dem Urteil zur Einleitung eines Strafverfahrens heißt es: "Kostyuk, Barbasjuk und Tolmasow führen weiterhin extremistische Aktivitäten durch, indem sie persönliche und Online-Treffen (Videokonferenzen) abhalten." So interpretierte die Untersuchung die friedlichen Handlungen der Gläubigen, die mit ihren Familien und Freunden über das, was sie in der Bibel gelesen hatten, sprachen.

Dies ist nicht der erste Fall, in dem Jehovas Zeugen in der Region Twer strafrechtlich verfolgt werden. Im Juli 2021 wurde ein Strafverfahren gegen Aleksandr Starikov und Sergey Naumenko eingeleitet.

Der Fall von Tolmasov und anderen in Tver

Fallbeispiel
Im Sommer 2023 leitete der Untersuchungsausschuss ein Strafverfahren gegen Zeugen Jehovas aus Tver ein: Aleksandr Kostyuk, Maksim Barbazyuk und den Rentner Valeriy Tolmazov. Ihre Häuser wurden durchsucht, danach wurden sie bis spät in die Nacht verhört. Die Gläubigen wurden beauftragt, gemeinsame Bibeldiskussionen abzuhalten, was die Untersuchung mit extremistischer Aktivität gleichsetzte. Im Juli 2024 ging der Fall vor Gericht. Im Februar 2026 wurde das Urteil verkündet: jeweils 6 Jahre in einer allgemeinen Kolonie des Regimes.
Chronologie

Angeklagte in dem Fall

Zusammenfassung des Falles

Region:
Gebiet Twer
Siedlung:
Tver
Woran besteht der Verdacht?:
"weiterhin extremistische Aktivitäten durch persönliche und Online-Treffen (Videokonferenzen) durchführen"
Aktenzeichen des Strafverfahrens:
12302280018050067
Eingeleitet:
29. Juni 2023
Aktueller Stand des Verfahrens:
Urteil nicht rechtskräftig
Untersuchend:
Untersuchungsdirektion des Untersuchungsausschusses Russlands für die Region Twer
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation:
282.2 (1)
Aktenzeichen des Gerichts:
1-5/2026 (1-18/2025; 1-239/2024)
Gericht erster Instanz:
Moskovskiy District Court of the City of Tver
Richter am Gericht erster Instanz:
Valeriy Popov
Fallbeispiel
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